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Neo­phy­ten­ma­nage­ment im nörd­li­chen Land­kreis Osna­brück

 

Im Rah­men der Erhal­tung und zum Schutz der FFH-Lebens­raum­ty­pen stel­len sich mas­sen­haft aus­brei­ten­de, gebiets­frem­de Pflan­zen­ar­ten, soge­nann­te inva­si­ve Neo­phy­ten, eine gro­ße Beein­träch­ti­gung dar. Sie kön­nen bestimm­te Lebens­räu­me über­prä­gen sowie öko­lo­gi­sche, öko­no­mi­sche oder gesund­heit­li­che Nach­tei­le ver­ur­sa­chen. Um die­se Beein­träch­ti­gun­gen von Anfang an zu mini­mie­ren, ist es wich­tig die Ver­brei­tung der inva­si­ven Neo­phy­ten zu stop­pen und die Samen­aus­brei­tung zu ver­hin­dern.

Oft­mals haben sich inva­si­ve Neo­phy­ten schon in der Land­schaft aus­ge­brei­tet, sodass die­se nur noch mit lang­jäh­ri­gen Maß­nah­men besei­tigt wer­den kön­nen. Denn Nach­kon­trol­len müs­sen immer wie­der statt­fin­den, um sicher­zu­ge­hen, dass kei­ne Samen aus dem Boden zur Kei­mung und Samen­rei­fe gelan­gen. Ins­ge­samt ist die Ein­däm­mung von inva­si­ven Neo­phy­ten ein lang­wie­ri­ger Pro­zess, bei dem die Mit­hil­fe vie­ler Akteu­re gefragt ist und der vor allem gezielt koor­di­niert wer­den muss.

Um die­ses The­ma anzu­ge­hen, hat Frau Eile­en Mül­ler, die ehe­ma­li­ge Gebiets­ma­na­ge­rin der Koope­ra­ti­on Artland/Hase, im Mai 2017 eine Arbeits­ge­mein­schaft bestehend aus der Unte­ren Natur­schutz­be­hör­de, dem Unter­hal­tungs­ver­band 97, dem Dach­ver­band Hase und der RANA (Regio­na­le Arbeits­grup­pe für Natur­schutz im Art­land) gebil­det. Gemein­sam wur­de ein Kon­zept für ein ganz­heit­li­ches Neo­phy­ten­ma­nage­ment für den nörd­li­chen Teil des Land­krei­ses Osna­brück erar­bei­tet, das aus fünf größ­ten­teils auf­ein­an­der auf­bau­en­den Bau­stei­nen besteht. Das Pro­jekt­ma­nage­ment koor­di­niert die ein­zel­nen Bau­stei­ne und wird von der aktu­el­len Gebiets­ma­na­ge­rin Kris­ti­na Beh­lert wei­ter­ge­führt.

Neo­phy­ten-Katas­ter

Das Katas­ter ist das zen­tra­le Instru­ment zur Doku­men­ta­ti­on der inva­si­ven Neo­phy­ten­be­stän­de im nörd­li­chen Land­kreis Osna­brück. Es han­delt sich um eine digi­ta­le Daten­bank mit einer Kar­te, in der zu jedem ein­ge­tra­ge­nen Neo­phy­ten­stand­ort Infor­ma­tio­nen zur Art, Anzahl und umge­setz­ten Maß­nah­men zu fin­den sind. Mit­tels die­ser Infor­ma­tio­nen las­sen sich die zukünf­ti­gen Aus­brei­tungs- und Ver­brei­tungs­we­ge der inva­si­ven Neo­phy­ten ablei­ten. So kön­nen ziel­ori­en­tier­te Ein­däm­mungs- und Bekämp­fungs­maß­nah­men umge­setzt wer­den.

Neo­phy­ten-Schu­lun­gen

Damit Neo­phy­ten nicht wei­ter in der Land­schaft ver­brei­tet wer­den, ist es wich­tig über die­ses The­ma zu infor­mie­ren und vor allem die Per­so­nen­grup­pen zu sen­si­bi­li­sie­ren, die täg­lich in der Land­schaft arbei­ten wie z. B. Bau­hof­mit­ar­bei­ter oder Land­wir­te. Durch feh­len­des Wis­sen tra­gen sie unbe­wusst zur Ver­brei­tung der Neo­phy­ten bei, indem sie z. B. durch Neo­phy­ten­vor­kom­men fah­ren. Dabei blei­ben Neo­phy­ten­sa­men an den Maschi­nen haf­ten und kön­nen so in den nächs­ten Grün­strei­fen gelan­gen. Auch eine fal­sche Maß­nah­men­wahl kann zu einer Ver­schlim­me­rung der Situa­ti­on führen.Daher ist es wich­tig die­se Per­so­nen­grup­pen über das Vor­kom­men von inva­si­ven Neo­phy­ten auf­zu­klä­ren und zu zei­gen, wie mit inva­si­ven Neo­phy­ten umge­gan­gen wer­den soll­te und wie sel­bi­ge mit geeig­ne­ten Maß­nah­men ein­ge­dämmt wer­den kön­nen. Hier­für wird ein­mal im Jahr eine Schu­lung für Bau­hö­fe, Unter­hal­tungs­ver­bän­de und wei­te­re Inter­es­sier­te ange­bo­ten.

2019         2018        2017

Maß­nah­men zur Bekämp­fung
Eine zen­tra­le Rol­le zur Ein­däm­mung der inva­si­ven Neo­phy­ten­be­stän­de spie­len geziel­te und auf die jewei­li­ge Art abge­stimm­te Bekämp­fungs­maß­nah­men. Für die Umset­zung der Maß­nah­men ist die Mit­hil­fe der Mit­ar­bei­ter des Unter­hal­tungs­ver­ban­des, der Bau­hö­fe und der Kreis­stra­ßen­meis­te­rei sowie des RANA vor Ort nötig. Zusam­men mit die­sen Akteu­ren wird abge­stimmt, wo wel­che Ein­däm­mungs­maß­nah­men statt­fin­den.
Öffent­lich­keits­ar­beit
Im Rah­men der Öffent­lich­keits­ar­beit soll die Bevöl­ke­rung über das The­ma infor­miert und sen­si­bi­li­siert wer­den. Hier­für erschei­nen immer mal wie­der Zei­tungs­ar­ti­kel zu die­sem The­ma und zukünf­tig soll es auch Fly­er zum Down­loa­den auf die­ser Inter­net­sei­te geben, in denen die ein­zel­nen Neo­phy­ten­ar­ten vor­ge­stellt wer­den.
Neo­phy­ten-Forum

Im Jahr 2019 soll eine Ver­an­stal­tung orga­ni­siert wer­den, bei der fach­li­che Infor­ma­tio­nen über inva­si­ve Neo­phy­ten und deren Ein­däm­mungs­me­tho­den aus­ge­tauscht wer­den sol­len. Neben Exper­ten­vor­trä­gen und der Vor­stel­lung von Kon­zep­ten zur Neo­phy­ten­ein­däm­mung aus ande­ren Regio­nen soll es auch die Mög­lich­keit zur Dis­kus­si­on geben. Die­se Ver­an­stal­tung soll sich an alle inter­es­sier­ten Per­so­nen wen­den.

Ansprech­part­ner

Kristina Behlert

Kris­ti­na Beh­lert

Gebiets­ko­ope­ra­ti­on Artland/Hase

 

Von Klit­zing Stra­ße 5
49593 Ber­sen­brück

Mobil: 0151 – 5780 1681
E-Mail: kristina.behlert@lkos.de