Das Osna­brü­cker Land ist Pfer­de­land: Pfer­de und Rei­ter sowie Kut­schen und Fah­rer sind ein wich­ti­ger und schö­ner Bestand­teil unse­res kom­ple­xen Land­schafts­bil­des und ste­hen für uns bei­spiel­haft für die kul­tur­ge­schicht­li­che Ent­wick­lung des länd­li­chen Raums.

Frü­her waren Arbeits­pfer­de das Rück­grat jedes land­wirt­schaft­li­chen Betrie­bes und vie­le unter Ihnen wer­den sich noch an die Feld-und Forst­ar­beit mit Pfer­den leb­haft erin­nern kön­nen oder haben sie sogar noch selbst aus­ge­übt. Auch wenn sie weni­ger oder gar sel­ten gewor­den sind, sind die kräf­ti­gen, alten Arbeits­pfer­de­ras­sen nicht gänz­lich von der Bild­flä­che ver­schwun­den. Eben­so wenig wie pas­sio­nier­te Züch­ter und Fuhr­leu­te. Natür­lich hat sich bis heu­te auch für die Arbeits­be­din­gun­gen der Pfer­de eini­ges ver­än­dert. Effi­zi­en­te­re Arbeits­ver­fah­ren und Maschi­nen haben das Pfer­de in den meis­ten Berei­chen abge­löst, was neben der Wirt­schaft­lich­keit nicht zuletzt auch dem Wohl der Tie­re entgegenkam.

Das Bild der Arbeit mit Pfer­den sieht heu­te gänz­lich anders aus. Hohe tier­schutz­fach­li­che Auf­la­gen regeln bei Arbeits­pfer­de­ein­satz die Arbeits­be­din­gun­gen und ‑zei­ten, sowie maxi­ma­le Zug­las­ten. Unter die­sen Vor­aus­set­zun­gen ist es mög­lich, dass das Arbeits­pferd nach ein ca. fünf- bis sie­ben­jäh­ri­gen Aus­bil­dungs­zeit gut 20 Jah­re im Ein­satz ist ohne an sei­ne gesund­heit­li­chen und Belas­tungs­gren­zen zu kom­men. Die Inter­es­sen­ge­mein­schaft Zug­pferd e.V. (IGZ) hat in den letz­ten Jah­ren hohe bun­des­weit ein­heit­li­che Maß­stä­be erar­bei­tet, die die Aus­bil­dung, Pfle­ge und den Ein­satz von Arbeits­pfer­den aber auch die Aus­bil­dung von Pfer­de­be­sit­zern und Fuhr­leu­ten regelt.

Der Natur­park TERRA.vita und der Land­kreis Osna­brück fin­den das The­ma Arbeits­pfer­de als Nische span­nend und sind in den letz­ten Jah­ren in Koope­ra­ti­on mit der IGZ getre­ten. Gemein­sam wur­den Ein­satz­mög­lich­kei­ten für Arbeits­pfer­de auf beson­ders emp­find­li­chen Flä­chen im Rah­men von Natur­schutz- und Land­schafts­pfle­ge erar­bei­tet. In den letz­ten Mona­ten haben wir, wie in der NOZ berich­tet, die ers­ten Pfle­ge­ein­sät­ze mit zer­ti­fi­zier­ten Unter­neh­men umgesetzt.

Wir möch­ten gemein­sam mit unse­ren Part­ne­rin­nen und Part­nern das The­ma Arbeits­pfer­de stär­ker in das Osna­brü­cker Land tra­gen. Es ist ein so schö­nes The­ma und jeder Pfer­de­narr, ob Rei­ter oder Fuhr­mann, weiß wie erfül­lend die Arbeit mit Pfer­den sein kann. Das Ein­satz­spek­trum für Arbeits­pfer­de bzw. Kalt­blü­ter ist auch heu­te noch groß. Neben der Bio­top- und Land­schafts­pfle­ge bie­ten sich auch viel­fäl­ti­ge Ein­satz­mög­lich­kei­ten im Wald­bau und Forst­wirt­schaft und da ist das Holz­rü­cken nur eine von vie­len Mög­lich­kei­ten. Auch bei der Wie­der­be­wal­dung und Bestands­be­grün­dung kön­nen die sanf­ten Rie­sen effek­tiv und boden­scho­nend ein­ge­setzt werden.

Wie das funk­tio­nie­ren und wie viel Freu­de die Arbeit mit Arbeits­pfer­den machen kann, aber auch wel­che Vor­aus­set­zun­gen es dafür braucht, möch­ten wir Ihnen ger­ne auf einem Wochen­end-Lehr­gang auf dem Hof des land- und forst­wirt­schaft­li­chen Pfer­de­be­trie­bes Zim­mer­mann im Wind­ecker Land zeigen.

Wenn Sie das The­ma anspre­chend und inter­es­sant fin­den und Waldbesitzer*in, Landwirt*in, Jäger*in oder ein­fach nur ein begnadete*r Pferdenarr*in sind laden wir Sie herz­lich ein uns auf die­sen Lehr­gang zu beglei­ten. Da wir uns erhof­fen, die­ses The­ma wei­ter in das Osna­brü­cker Land tra­gen zu kön­nen und wei­te­re Freun­de und Befür­wor­ter für die­ses span­nen­de The­men­feld zu gewin­nen trägt der Natur­park TERRA.vita mit freund­li­cher För­de­rung durch die EU sämt­li­che Kos­ten des Lehr­gangs*. Die Ein­la­dung rich­tet sich an fol­gen­de Akteure:

  • Mit­glie­der des HOL und das Mel­ler Landvolks
  • Mit­glie­der des Forst­be­triebs­ge­mein­schaf­ten und Waldschutzgenossenschaten
  • Mit­lie­der der Jäger­schaf­ten im Osna­brü­cker Land
  • Regio­na­le Unter­neh­mer aus Land- und Forst­wirt­schaft, Gar­ten­bau und Land­schafts­pfle­ge (mit Unter­neh­mens­sitz im Osna­brü­cker Land)

Es wer­den jeweils zwei von­ein­an­der unab­hän­gi­ge Kurs­wo­chen­en­den im kom­men­den Jahr ange­bo­ten. Die Teil­neh­mer­zahl ist jeweils auf 10 Per­so­nen begrenzt. Anmel­den kön­nen Sie sich ab sofort beim Natur­park TERRA.vita:

Gebiets­ma­na­ger Micha­el Siefker

michael.siefker@lkos

Tele­fon: 0541 5600 165 

Haus der Landwirtschaft 

Am Schö­ler­berg 6 

49082 Osna­brück

Nach erfolg­rei­cher Anmel­dung erhal­ten die Teil­neh­mer eine detail­lier­te­ren Ablauf­plan und eine Über­sicht Über­nach­tungs­mög­lich­kei­ten vor Ort.

*Die Teil­neh­mer tra­gen die Kos­ten für Über­nach­tung und Verpflegung.

 

Letz­te Gebiets­ko­ope­ra­ti­ons­sit­zung in den LaGe-Projekten

Letz­te Gebiets­ko­ope­ra­ti­ons­sit­zung in den LaGe-Projekten

Nach sie­ben Jah­ren Lauf­zeit enden über die Richt­li­nie “Land­schafts­pfle­ge und Gebiets­ma­nage­ment” geför­der­ten Pro­jek­te “Gebiets­ko­ope­ra­ti­on Artland/Hase” und “Gebiets­ko­ope­ra­ti­on Nörd­li­cher Teu­to­bur­ger Wald/Wiehengebirge” zum Ende des Jah­res 2023. Anläss­lich der…

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24. Sit­zung der Gebiets­ko­ope­ra­ti­on Artland/Hase

24. Sit­zung der Gebiets­ko­ope­ra­ti­on Artland/Hase

Die drit­te Sit­zung der Gebiets­ko­ope­ra­ti­on Artland/Hase fand am 29.08.2023 statt. Im Anschluss an den Bericht und Aus­tausch über aktu­el­le Pro­jek­te fand eine Exkur­si­on in das FFH-Gebiet “Pott­e­bruch und Umge­bung” statt, in dem in Teil­be­rei­chen seit 2019 Maß­nah­men gegen inva­si­ve Neo­phy­ten umge­setzt wur­den. Das Gebiets­ma­nage­ment berich­tet über Erfol­ge und Schwie­rig­kei­ten in der Umsetzung.

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