4 5
2019

Im Jahr 2019 wur­de der Wald­rand um die Hei­de­flä­che auf­ge­lich­tet um ein locker bewal­de­ten halb­of­fe­nen Über­gangs­be­reich zu schaffen.

2020

Die Hei­de­flä­che unter­liegt einer stän­di­gen Sukzession.

 

 

 

 

 

 

 

Im Jahr 2020 wur­de die kom­plet­te feuch­te Hei­de im Süd­west­teil von kon­kur­rie­ren­den Gehöl­zen flä­chig befreit.

 

2021

Zur Rück­drän­gung des Adler­farn kommt im Som­mer 2021 zwei Mal eine sog. Adler­farn­wal­ze zum Ein­satz. Die schwe­re, vom Pferd gezo­ge­ne Wal­ze knickt den Adler­farn um. Der abge­knick­te Farn, den man durch Mahd nicht zurück­drän­gen kann, muss in die „Hei­lung“ der Kni­cke so viel Ener­gie ste­cken, dass die Pflan­ze deut­lich geschwächt wird und abstirbt. Frü­her wur­de Adler­farn daher mit Stö­cken in Hand­ar­beit „geknüp­pelt“. Das dau­ert natür­lich viel län­ger als mit Hil­fe des tritt­si­che­ren, wen­di­gen Arbeitspferdes.

Logo_LKOSRevi­ta­li­sie­rung der Hei­de am Gehn

Ein Natur­denk­mal als Dauerbaustelle…

An der Süd­west­flan­ke des FFH-Gebiets Nr 319 „Gehn“ befin­det sich in leich­ter Hang­la­ge das meh­re­re Hekt­ar umfas­sen­de Natur­denk­mal „Die Hei­de am Gehn“.

Ent­stan­den ist die­se Hei­de am Hang ver­mut­lich nicht durch den klas­si­schen Plag­gen­hieb, son­dern durch inten­si­ve Wald­wei­de und Vieh­ein­trieb in die Süd­hän­ge des Gehn­wal­des, wie es bis in die Zeit des spä­ten 19. Jahr­hun­derts üblich war. Hin­zu­kommt, dass die­se Flä­chen Ende des 19. Jahr­hun­derts und zu Beginn des 20. Jahr­hun­derts mehr­fach abbrannten.

Die Hei­de­flä­chen am Gehn wur­den in den zwan­zi­ger und und drei­ßi­ger Jah­ren als Segel­flug­an­la­ge genutzt. Heu­te ist das Are­al ein Naturdenkmal. 

Die Hei­de wur­zelt hier mit einer schwa­chen Humus­schicht auf Sand­stein­blö­ßen, die teil­wei­se auch frei lie­gen sich bei Son­nen­ein­strah­lung erhit­zen und bei Rep­ti­len ein belieb­ter Platz für Son­nen­bä­der ist. Die Hei­de­flä­che bil­det zwei ver­schie­de FFH-Lebens­raum­ty­pen: in der Sen­ke im Süd­wes­ten eine feuch­te Hei­de des nord­at­lan­ti­schen Rau­mes mit Eri­ca tetra­lix (LRT 4010) und im höher gele­ge­nen Nord­teil eine tro­cke­ne euro­päi­sche Hei­de (LRT 4030).

Hei­den sind Kul­tur­land­schaf­ten deren Erhalt dau­er­haft eine kon­ti­nu­ier­li­che Pfle­ge erfor­dert. Erfolgt die­se nicht, wür­den die­se Flä­chen natür­lich ver­bu­schen und mit der Zeit wie­der zu Wald wer­den. Die Hei­de­flä­chen hier wei­sen extre­me Pfle­ge­rück­stän­de auf.

Die Hei­desträu­cher an sich sind stark über­al­tert und müs­sen drin­gen ver­jüngt wer­den. Im Süd­teil wird die Hei­de durch kon­kur­rie­ren­de Gewäch­se, wie Faul­baum, Adler­farn und Brom­bee­re stark ver­drängt. Durch das Gebiets­ma­nage­ment wur­de ein Kon­zept auf­ge­stellt, nach dem die Hei­de am Gehn in ver­schie­den Pfle­ge­ab­schnit­ten in den nächs­ten Jah­ren revi­ta­li­siert wer­den soll. Ziel ist es jähr­lich min­des­tens einen die­ser Pfle­ge­ab­schnit­te umzusetzen.

Die­ses Pro­jekt fin­det in enger Zusam­men­ar­beit zwi­schen dem TERRA.vita und der Unte­ren Natur­schutz­be­hör­de des Landk­rie­ses Osna­brück statt.

Ansprech­part­ner

Kristina Behlert

Kris­ti­na Behlert

Gebiets­ko­ope­ra­ti­on Artland/Hase

Von-Klit­zing-Stra­ße 5

49593 Ber­sen­brück

Mobil: 0151 5780 1681
E‑Mail: kristina.behlert@lkos.de