Vor der Pflanz­ak­ti­on fehlt ein schüt­zen­de und wert­vol­len Lebens­raum bie­ten­de Wald­saum­struk­tur.

Blü­hen­de Wald­säu­me

Anla­ge und Ent­wick­lung von Wald­in­nen- und ‑außen­rän­dern

Wald­rän­der erfül­len eine wich­ti­ge Funk­ti­on in Wal­döko­sys­te­men: sie gestal­ten einen struk­tu­rier­ten stu­fi­gen Über­gang von der offe­nen Land­schaft in den geschlos­se­nen Wald.

In Wald­rän­dern fin­den sich Soli­tär­bäu­me und eine Viel­zahl ver­schie­de­ner licht­be­dürf­ti­ger Strauch­ar­ten. Die­se wie­der­um bie­ten Nah­rung und Lebens­rum für die ver­schie­dens­ten Insek­ten­ar­ten. Außer­dem geben sie dem Nie­der­wild in der Agrar­land­schaft dau­er­haf­te Rück­zugs, Brut- und Auf­zucht­s­or­te.

Von der Insek­ten­viel­falt in Wald­rän­der pro­fi­tie­ren in hohem Maße die ver­schie­de­nen Fle­der­maus­ar­ten. Sie nut­ze die­ses Ange­bot als Jagd­ha­bi­tat.

Auch für den Erho­lungs­su­chen­den ist die Blü­ten­pracht der ver­schie­de­nen Strauch­ar­ten im Früh­jahr eine wah­re Augen­wei­de.

Die Anla­ge und Ent­wick­lung von Wald­rän­dern in FFH-Gebie­ten ist daher ein posi­ti­ver Bei­trag zur öko­lo­gi­schen Auf­wer­tung der Gebie­te. Der TERRA.vita möch­te die­se Ent­wick­lung vor­an­trei­ben. Im Novem­ber 2020 wur­den ers­te Wald­rän­der in der Gebiets­ko­ope­ra­ti­on „Nörd­li­cher Teu­to­bur­ger Wald/Wiehengebirge“ unter mit­hil­fe einer Viel­zahl ehren­amt­li­chen Hel­fer ange­legt.

In Koope­ra­ti­on mit dem Land­kreis Osna­brück wer­den die­se Maß­nah­men durch Ersatz­gel­der finan­ziert. Ein wei­te­rer wich­ti­ger Part­ner sind die ört­li­chen Jäger­schaf­ten und die zustän­di­gen Bezirks­förs­ter der Land­wirt­schafts­kam­mer.

Der­zeit erge­ben sich vie­ler­orts klein­flä­chig Mög­lich­kei­ten zur Wald­rand­ge­stal­tung durch den Abgang von geschä­dig­ten Fich­ten­rein­be­stän­den. Oft sind die­se Flä­chen nicht groß genug, um sie über die gel­ten­de forst­li­che För­de­rung für den Pri­vat­wald in Nie­der­sach­sen auf­fors­ten zu las­sen (grö­ßer 0,3 ha).

Der Natur­park bie­tet inter­es­sier­ten Wald­be­sit­zern hier­für eine Ver­mitt­lung finan­zi­el­ler Mit­tel, wenn sie sich für die Anla­ge sol­cher öko­lo­gi­scher Lebens­adern ent­schei­den.

Vor­aus­set­zun­gen:

  • Die Flä­che liegt in einem FFH-Gebiet
  • Es gibt einen Rand­be­reich hin nach außen zur offe­nen Land­schaft oder nach innen zu einem Wald­weg mit einer Län­ge von min­des­tens. 80–100 Meter.
  • Die Flä­che ist klei­ner als 0,3 ha (grö­ße­re Pro­jek­te sind nach Rück­spra­che mög­lich)
  • Der Baum­be­stand wur­de bereits abge­ern­tet
  • Der Eigen­tü­mer stimmt Ver­biss-und Fege­schutz­maß­nah­men zu

Durch das beherz­te, frei­wil­li­ge Enga­ge­ment der Hel­fe­rin­nen und Hel­fern aus den ört­li­chen Jäger­schaf­ten konn­te die Grund­la­ge für einen bald viel­fäl­tig blü­hen­den Wald­rand aus hei­mi­schen Sträu­chern gesetzt wer­den.

Ansprech­part­ner

Michael Siefker

Micha­el Sief­ker

Gebiets­ko­ope­ra­ti­on Nörd­li­cher Teu­to­bur­ger Wald/Wiehengebirge

Haus der Land­wirt­schaft
Am Schöler­berg 6
49082 Osna­brück

Mobil: 0541 – 5 600 165
E‑Mail: michael.siefker@lkos.de