In den FFH-Gebie­ten des Natur­parks liegt vor allem in der Land­schafts­pfle­ge ein hohes Poten­ti­al für den Ein­satz von Arbeits­pfer­den. Die Viel­zahl flä­chen­de­ckend vor­kom­men­der, beson­de­rer und emp­find­li­cher Bio­top­stand­or­te wie FFH-Lebens­raum­ty­pen oder sog §30-Bit­ope bie­tet vie­le sinn­vol­le Ein­satz­mög­lich­kei­ten für die kräf­ti­gen Arbeits­pfer­de.

Als Bei­spie­le sind ver­schie­de­ne Mahd- und Saat­ver­fah­ren (auch Forst­saa­ten), der Ein­satz bei groß­räu­mi­gen Moo­rent­kus­se­lun­gen, das flä­chi­ge Wal­zen von Adler­farn und Brom­bee­re oder das Roden von Stub­ben der inva­si­ven spät­blü­hen­den Trau­ben­kir­sche genannt.

Arbeits­pfer­de in der Land­schafts­pfle­ge

 

Seit 2017 beschäf­tigt sich Gebiets­ma­na­ger Micha­el Sief­ker inten­siv mit dem Ein­satz von kräf­ti­gen Arbeits­pfer­den in der Land­schafts­pfle­ge als auch im Wald­bau. Der Koope­ra­ti­ons­tag „TERRA.ligna“ im Sep­tem­ber 2018 gab hier­zu einen Ein­blick in die Arbeit mit Rücke­pfer­den.

Wäh­rend der tra­di­tio­nel­le Ein­satz von Pfer­den in der Forst­wirt­schaft heut­zu­ta­ge fast voll­kom­men durch die voll­me­cha­ni­sier­te Forst­wirt­schaft abge­löst wur­de, gibt es immer noch eini­ge weni­ge Unter­neh­mer die die­se Tätig­keit anbie­ten.

Die­se Unter­neh­mer sehen sich hier aller­dings als „Ergän­zung“ zur moder­nen Forst­wirt­schaft. Nie­mand bestrei­tet, dass die voll­me­cha­ni­sier­te Holz­ern­te nach wie vor in der Forst­wirt­schaft nicht mehr weg­zu­den­ken ist.

Auf hoch­emp­find­li­chen Stand­or­ten oder dort Wald­ei­gen­tü­mer frei­wil­lig auf Rück­e­gas­sen­ab­stän­de von 40m oder wei­ter (zum Ver­gleich: 20 m sind es meist in der kon­ven­tio­nel­len Forst­wirt­schaft) set­zen, kön­nen Arbeits­pfer­de eine sehr gute boden- und bestands­scho­nen­de Ergän­zung sein.

Wald­be­sit­zer in FFH-Gebie­ten, die Inter­es­se an einem Pfer­d­ein­satz auf eige­ner Flä­chen und Inter­es­se an der Ver­mitt­lung geeig­ne­ter Unter­neh­mer haben, dür­fen sich jeder­zeit an den Natur-und Geo­park TERRA.vita wen­den. Die Gebiets­ma­na­ger bera­ten hier ger­ne und küm­mern sich nach Mög­lich­keit um eine Bereit­stel­lung von För­der­mit­teln hier­für.

Ein dau­er­haf­tes Ziel des Natur­parks ist es ein lang­fris­ti­ges Unter­neh­mer­an­ge­bot für Dienst­leis­tun­gen mit Arbeits­pfer­den vor Ort im Osna­brü­cker Land zu schaf­fen. Der Opti­mal­fall wäre die Ein­rich­tung eines „Rücke­pferd-Stütz­punk­tes“. Unter­neh­mer und Pfer­de­x­per­ten, die an einer sol­chen dau­er­haf­ten und seriö­sen Koope­ra­ti­on inter­es­siert sind, kön­nen sich ger­ne an den Natur-und Geo­park TERRA.vita wen­den.

In der deutsch­land­weit orga­ni­sier­ten „Inter­es­sen­ge­mein­schaft Zug­pferd (IGZ)“ hat der Natur­park bereits einen kom­pe­ten­ten Ansprech­part­ner gefun­den der für eine fach­li­che und prak­ti­sche Bera­tung zur Ver­fü­gung steht.

Grund­vor­aus­set­zung für alle Ein­sät­ze von Arbeits­pfer­den unter Feder­füh­rung des TERRA.vita sind höchs­te tier­schutz­fach­li­che Grund­sät­ze und Anfor­de­run­gen, wie sie auch durch die IGZ defi­niert sind.

Dabei spielt der Tier­schutz die wich­tigs­te Rol­le, denn nur ein gesun­der und moti­vier­ter Part­ner macht sei­ne Arbeit gut und ger­ne. Und zur Gesund­erhal­tung trägt wie­der­um — neben Füt­te­rung und Hal­tung — die dem Tier ange­pass­te Arbeit bei“, heißt es auf der Inter­net­sei­te der IGZ.

Im Jahr 2019 absol­vier­ten die stell­ver­tre­ten­de Geschäfts­füh­re­rin des TERRA.vita Sabi­ne Böh­me und Gebiets­ma­na­ger Micha­el Sief­ker selbst einen Arbeits­lehr­gang zum Ein­satz mit Kalt­blü­tern in der Forst­wirt­schaft bei der IGZ.

Ansprech­part­ner

Michael Siefker

Micha­el Sief­ker

Gebiets­ko­ope­ra­ti­on Nörd­li­cher Teu­to­bur­ger Wald/ Wie­hen­ge­bir­ge

Haus der Land­wirt­schaft

Am Schöler­berg 6
49082 Osna­brück

Mobil: 0541 – 5 600 165
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